Ausschau nach dem Berg

Folgenden Artikel bekam ich aus der deutschen Scene.  Dem Verfasser vielen Dank !  Nennen wir ihn/sie  – „NoName“.

Mitglieder der Scientology-Kirche werden auf viele Arten bei der
Stange gehalten:

Ihnen wird regelmässig schriftliche Werbung zugeschickt (Magazine
von Orgs, aus Kopenhagen und/oder Saint Hill, von Flag, vom Schiff, vom Management usw.).

Anrufe können vom Kurs-Admin kommen („wann kommst Du wieder auf Kurs ?“), vom Buchverkäufer („Hast Du etwa noch nicht das Buch ….. ?“), oder vom Registrar („wir sollten uns mal über Deinen nächsten Schritt unterhalten“).

Vor Veranstaltungen (Events) können alle möglichen Mitarbeiter anrufen, vielleicht sogar immer wieder.

Auch Hausbesuche durch Scientology-Mitarbeiter kommen vor, manchmal sogar ohne vorige Ankündigung.

Verkaufsgespräche beim Registrar können sich stundenlang hinziehen, bis hin zu detaillierten Tips, bei welcher Bank man auf welche Weise noch einen zusätzlichen Kredit ergattern könnte. Ein Registrar verriet mir, dass weit über 80 % der Scientologen ihre Brücke durch Kredite finanzieren. Bei den Preisen durchaus verständlich.

Zu den Risiken und Nebenwirkungen: Immer wieder gerieten
Kirchenmitglieder in Schwierigkeiten, weil sie sich dank der
Überredungskünste des Registrars mit ihren Krediten übernommen hatten. Manche gingen dadurch pleite ! Scientologen haben sich sogar in finanzieller Verzweiflung umgebracht, oder sind z.B. wegen Steuerhinterziehung oder anderer dubioser Geschäftspraktiken hinter Gitter gewandert. Dies ist auch im deutschsprachigen Raum geschehen.

Besonders „schlaue“ schwedische Kirchenmitglieder hatten
schneeballsystem-artig bei der Kreditaufnahme füreinander gebürgt, um auf die Art mehr Gelder zu erhaschen; wie nicht anders zu erwarten war, platzte diese Blase schliesslich – mit lautem Knall.

Und jetzt die gute Nachricht:

Bei den Scientologen ausserhalb der Kirche wird man weder durch
Unmengen von Werbebriefen noch durch ständige Anrufe belästigt.
Stundenlange lästige Diskussionen mit dem Registrar oder gar dessen hartnäckiges Drängen, einen Kredit aufzunehmen, gibt es ebenfalls nicht.

Die Verantwortung bezüglich des eigenen Fortschritts liegt also
verstärkt in der eigenen Hand. Sie beginnt natürlich mit der
Entscheidung und der Absicht, die Brücke hinauf zu gehen.

L. Ron Hubbard gab dazu einen hilfreichen Tip :

„Absicht ist wie ein Orientierungspunkt.

Wenn Du durch ein unbekanntes Land in Richtung auf einen schneebedeckten Berg reisen würdest, dann würdest Du merken, dass Du manchmal falsch abgebogen bist. Aber solange Du den Berg sehen kannst, wirst Du in seine Richtung vorankommen.

Manchmal geraten Hindernisse in Deinen Weg. Manchmal werden sie sogar den Berg vor Dir verbergen.

Aber eine Sache würde nicht geschehen:

Du würdest nie vergessen, nach dem Berg Ausschau zu
halten.

Du würdest lachen über die Vorstellung, es zu vergessen, nach dem Berg Ausschau zu halten.

In Gedanken vergessen wir manchmal, nach dem Berg Ausschau zu halten.

Die Hindernisse, auf die wir stossen, sind manchmal in Form von überlebensfeindlichen Eindrucksbildern, die unsere Absichten vor uns verbergen und bewirken, dass wir sie vergessen.

Natürlich können wir nichts erreichen, wenn wir nicht beabsichtigen, etwas zu erreichen.

Und es ist ein andauernder Prozess, etwas zu beabsichtigen.

Absicht ist Ursache.“

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7 Kommentare

  1. Das ist eine so passende Referenz , NoName . Es ist so einfach, das wirkliche Ziel zu vergessen ob der vielen Richtungen, in die eine Person geschickt wird in der Co$.
    Ich hab tatsächlich – und ich kann es nicht oft genug wiederholen – am eigenen Leibe erfahren, wie schnell man ausserhalb der $Kirche den nächsten Schritt auf der Brücke machen kann. Ohne viel Gedöns – einfach das , was angesagt ist – nicht mehr und nicht weniger. Es hat mich so überrascht . Wenn ich das früher gewusst hätte………… ich hätte mir und anderen viel Leid ersparen können.

    Antwort
    • Han Solo

       /  31/03/2011

      Yes, ich verstehe Dich total, Anne.

      Was mich z.B. beeindruckt, ist die Preispolitik von Marty Rathbun : erst mal gar nichts bezahlen, sondern erst, wenn man nach dem Auditing wieder zu Hause ist. Und dann auch keinen festen Preis, sondern so viel, wie der Auditierte meint, dass es wert war.

      Wenn die Scn-Kirche das so gemacht hätte, so hätte ich bei mehreren Auditing-Aktionen nicht einen Cent bezahlt … weil die gelieferte Qualität so beschissen war.

      Antwort
      • Rita Wagner

         /  31/03/2011

        Tja, diese Preispolitik können sich nur die erlauben, die wissen was sie tun!!
        Statt der $$-Zeichen in den Augen, haben diese dann vorzeigbare Produkte!!

        Antwort
      • Fragt sich, warum war die Qualität mehr als bescheiden? Falscher Rundown? Wurde nicht das gemacht, an was Du interessiert gewesen bist? Miscavige-Squirrel – tech ? Auditor unsicher , PC nicht in Session , falsches C/Sing. Wurde ein Item vorgeschlagen oder was auch immer … Es gibt ja tausend und eine Möglichkeiten. In diesem ganzen Wirrwar dann noch auf den Berg zu schauen, nämlich den nächsten Schritt auf der Brücke , wie soll das gehen?
        Marty will einfach helfen. Der Schaden, durch die Co$ Sqirreltech ist bestimmt grösser, als wir nur ahnen können.

        Antwort
        • Rita Wagner

           /  03/04/2011

          Liebe Anne, wenn sich jedesmal rausstellt, dass man einem „Hologramm“ (um das böse Wort nicht zu sagen) aufgesessen ist, macht man das nicht allzu oft mit.

          Antwort
        • Han Solo

           /  03/04/2011

          Anne, Du bringst es wirklich auf den Punkt :

          Ich hatte in den Orgs (in Deutschland und anderswo) öfter den Eindruck, dass „helfen“ NICHT die oberste Priorität hat.

          Antwort
  2. Rita Wagner

     /  03/04/2011

    Absicht ist Ursache und diese Referenz ist, wie so vieles von LRH ein Gesetz, was das Leben schreibt!! und genau so wahr.
    Leider kommt es wiederum auf die Absicht an, mit der die Referenzen benutzt werden. Wenn ich mir überlege, wie vielen meiner Publics ich diese Referenz vorgelegt habe – und wie oft diese Referenz auf den wöchentlichen Meetings wiederholt wurde! Klar, machen wir doch – doch schien der Berg sich immer genau an der Stelle wieder aufzulösen, an der man dachte ihn erreicht zu haben…

    Antwort

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