Eine Nachricht an jene im Dept. 20/RTC, die aussteigen wollen

 Nochmals ein Artikel von Robert Vaughn Young . Er richtet sich an RTC Mitglieder , jedoch können die Tips die er gibt auch für  S.O. Mitglieder in anderen Bereichen,  Staffs in Orgs und Missions , sowie Publics  hilfreich sein. 

Samstag 19. Februar 2000

An alle im Dept. 20/RTC, die einen Ausstieg aus der Organisation überlegen und deren Gefühle ich kenne. Ich diente dort zwei Jahrzehnte auf eurer Ebene. Ich weiß auch, wie uns eingetrichtert wurde, daß ein solches Gefühl durch „withholds“ verursacht war. Na ja, für den Reißwolf gibt sogar Hubbard zu, daß es andere Gründe für einen Ausstieg geben kann, wie schlechte Vorgesetze und falsche Anwendung der Policy. Forscht etwas. Schaut im Policy-Index oder im SIR unter „blow“ nach. (Leiht euch ein anderes Terminal aus, denn sie werden das Suchen nach solchen Worten wahrscheinlich registrieren). Und wenn ihr keine Referenz findet, dann hat sie jemand ohne Genehmigung von LRH gelöscht. Schaut in einigen der älteren, früheren grünen und roten Bände nach. Sie wurden noch nicht überarbeitet. Dort werdet ihr die LRH-Referenz finden ….. Es ist wirklich erstaunlich, aber trotz dieser anderen Gründe, die Hubbard dafür anführt, daß gute Mitarbeiter weggehen, habe ich niemals gesehen, daß eine Organisation sie zitiert hätte. Schaut nach und seht, ob ihr an so etwas denken könnt. Ich würde wetten, ihr könnt nicht. Ich versuche zu sagen, daß ihr vielleicht gerade das erlebt, worüber Hubbard spricht, obwohl kein Funktionär dies je zugeben wird. Eure Arbeit wird vielleicht wegen der falschen Anwendung der Policy durch schlechte Vorgesetze unerträglich geworden sein. Die gleichen Vorgesetzten verschleiern ihre Fehler, indem sie die Mitarbeiter beschuldigen. So ist es immer. Ihr habt es erlebt. Wie geht man weg Alle Mitarbeiter fürchten, daß sie, wenn sie wegzugehen versuchen, dabei aufgehalten werden, und damit meine ich nicht einmal physisch, da dies ungesetzlich wäre. Aber wißt ihr was? Das kommt denen, die weggehen, kaum in den Sinn. Vielleicht 99% von uns entschieden sich dafür, heimlich wegzugehen, denn wir kennen die Kontrolle, die sie ausüben können. Alles, was ihr zu tun habt, ist, wegzugehen. Wenn ihr aber fürchtet, daß sie euch aufhalten werden, dann ruft die Polizei. Sagt ihnen, daß ihr weggehen wollt und daß ihr fürchtet, daß ihr aufgehalten werdet, wenn ihr versucht, eure Sachen mitzunehmen, und daß ihr eine Begleitung wünscht. Die Polizei wird euch helfen. Dies wird schließlich die Aufmerksamkeit auf Dept. 20/RTC lenken. (Lacht) Ihr aber habt euch entschlossen, wegzugehen, habt einen Weg vor euch und wißt, wohin ihr geht, und wißt, daß sie die Namen, Adressen und Telefonnummern aller eurer nichtscientologischen Familienmitglieder und Freunde haben. Diese wird man unter verschiedenen Vorwänden anrufen, um nach euch zu suchen. (Als ich wegging, wurde meine Familie angerufen und es wurde ihr gesagt, ich hätte einen Geldbetrag geerbt, aber sie könnten mich nicht finden. Wußten sie, wo ich war?). Versichert euch entweder, daß eure Freunde / eure Familie gewarnt wurden und den Anruf handhaben könnten, oder, wenn ihr euch bedroht fühlt, ruft einfach die Polizei an. Was soll man nach dem Weggehen tun Schlaft euch an einem sicheren Ort einmal aus. Auch in einem Motel, aber da sie auch Motels anrufen, meldet euch dort unter einem anderen Namen an. Eßt normal. Geht spazieren oder irgendwo hin in die wirkliche Welt, aber jedenfalls mit einem Freund, der darauf vorbereitet ist, einzugreifen, wenn sie euch auf der Straße ansprechen. Nehmt zur Kenntnis, daß es in den meisten Staaten verboten ist, sich heranzuschleichen. Wenn ihr das Gefühl habt, daß man sich an euch heranschleicht, verständigt die Polizei. Inzwischen ruht euch aus. Beginnt wieder zu denken. Redet mit einigen wirklich nahen vertrauenswürdigen Freunden und Familienmitgliedern über eure Erfahrung oder noch besser, versucht einen anderen ehemaligen Mitarbeiter / eine ehemalige Mitarbeiterin zu finden, der / die weiß, wie es war, und euch nicht lächerliche Fragen stellen oder ungläubig den Kopf darüber schütteln wird, was ihr getan oder gesehen habt. An wen soll man sich noch wenden Wenn ich heute wegginge und keinen ehemaligen Mitarbeiter finden könnte, mit dem ich mich verstehe (ich weiß doch, was es dort für Typen gab!), dann würde ich Stacy kontaktieren. Sie ist durch alles (Brutale) gegangen und weiß, was es heißt, wegzugehen. Ich würde sie im Internet suchen und die beste Art herausfinden, sie anzurufen. (Die meisten öffentlichen Bibliotheken haben Internetanschlüsse). Wenn ihr nicht wißt, wie es geht, fragt den Bibliothekar, wie ihr in alt.religion.scientology suchen und „Stacy“ eingeben könnt, um ihre Nummer zu finden. Ich schreibe dies so für jeden, der dies Monate oder Jahre später lesen wird, statt eine Nummer anzugeben, die sich ändern kann. Ich rief sie an und sie sagte mir am 20. Februar 2000, ich solle sie im Büro unter 727-467-9335, ihrem Mobiltelefon unter 727-723-9417 oder daheim unter 727-593-2168 anrufen oder sie unter stacybrooks@mciworld.com erreichen. Soll man öffentlich sprechen? Wenn ihr das Gefühl habt, daß es in der Organisation Fehler und Mißbräuche gab, solltet ihr dann öffentlich darüber sprechen? Zunächst einmal: wenn ihr meint, daß es Gesetzesübertretungen gab, dann solltet ihr die Behörden informieren. Dies ist einfach das Gesetz. Dies liegt in der Verantwortung jedes Bürgers. Wenn ihr einen Anwalt braucht, dann empfehle ich, einen zu nehmen, der etwas über Scientology weiß. Sonst müßt ihr ihm eine fünftägige Einführungsvorlesung verpassen, damit er versteht, worauf es euch ankommt, und sogar dann würden sie euch nicht verstehen oder einfach nicht glauben. Auch wenn ihr in Gesetzesübertretungen verwickelt wart, ist der Rat eines Anwalts wichtig. Sich zu „outen“ ist eine sehr persönliche Entscheidung, die erst überlegt werden soll, wenn ihr entsprechende Zeit gefunden habt, euch zu beruhigen. Übereilt weder dies noch das andere, nämlich es auszuschließen. Euer eigener innerer Friede ist das Wichtigste. Ihr werdet hoffentlich nicht genötigt sein, sofort einen Job zu finden oder zu schnell in die wirkliche Welt hinauslaufen zu müssen. Dazu braucht ihr Unterstützung. Glaubt mir, ich kenne das. Auch Stacy. Glücklicherweise gibt es jetzt mehr Leute, die erkannt haben, wie wichtig das ist. Inzwischen praktiziert euer „Grade Zero“. Entdeckt, daß ihr WIRKLICH die Fähigkeit habt, zu JEDERMANN und über JEDES Thema zu sprechen. Vergleicht damit, daß ihr in eurem „früheren Leben“, je länger ihr drinnen wart und je höher ihr in der Organisation aufstiegt, mit desto weniger Leuten über desto weniger Themen sprechen konntet, eine Umkehrung des „Grade Zero“. Sollt ihr Dokumente mitnehmen? Es gibt Dokumente, die Euch gehören, wie Briefe, Fotos, Zeugnisse, Wissensberichte und Ähnliches. Wenn ihr sie dort laßt, dann könnt ihr sie niemals wieder bekommen, und wenn ihr sie mitnehmt, dann könnt ihr sie später immer noch wegwerfen. Aber interne Dokumente – Depeschen, Abschriften, Berichte – gehören der Organisation. Nur wenn diese Dokumente zeigen, daß ein Verbrechen begangen wurde, würde ich sie mitnehmen und den zuständigen Behörden übergeben. Zu entscheiden, was ein „Verbrechen“ ist, hängt von der örtlichen Rechtsprechung oder der Bundessrechtsprechung ab. Es könnte von ungesetzlichen Finanztransaktionen über Meineid, Vernichtung von Beweismaterial, ungesetzlichem Abhören von Gesprächen, Ausübung medizinischer Tätigkeiten ohne Lizenz über ungesetzlichen Freiheitsentzug bis zu Tätlichkeiten usw. gehen. Es ist kein Vergehen, dies in gutem Glauben den zuständigen Behörden mitzuteilen, und es gibt bei uns viele, die weggingen und wünschten, sie hätten so gehandelt, weil sonst nur Aussage gegen Aussage stand und so ihre Dokumente gegen die Leugnung gegolten hätten. Der sicherste Weg ist, die zuständigen Behörden zu kontaktieren und ihnen zu sagen, was ihr wißt, und zu fragen, was ihr tun sollt. Warum sage ich all das? Zu allererst: was ich hier schrieb, ist nur meine Meinung. Andere mögen andere Ansichten haben. Zweitens empfehle ich nicht, daß jemand die Organisation verläßt. Aber ich glaube, daß jemand, der aussteigen möchte (und das sagte ich bereits im Vorwort, daß dies für jene gelte, die es in Erwägung ziehen), die Freiheit haben sollte, es zu tun. Wir alle wissen, daß die Organisation versucht, es aufzuhalten. Tatsächlich ist der ganze „routing out“-Prozeß dazu entworfen, eure Gesinnung zu ändern. Seht euch das „routing out“-Formular an und überlegt das „EP“ der Sicherheitsüberprüfung, also? Ich möchte, daß Ihr wißt, daß es kein größeres Verbrechen ist, eine Organisation zu verlassen, als ihr beizutreten Es ist euer Recht als Amerikaner und das Gesetz und die Verfassung sind auf eurer Seite. Wenn ihr euch über „Verträge“ Gedanken macht, dann befragt einen Anwalt, der mit Scientology-Verträgen vertraut ist. Wenn ihr mit der Sea Org glücklich seid, dann wünsche ich euch alle Gute. Könnt ihr mir das selbe wünschen? Mit den besten Wünschen Robert Vaughn Young Ein „Grade Zero“ seit 1989

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9 Kommentare

  1. Rita Wagner

     /  08/12/2011

    Klasse!! Robert Voughn Young beeindruckte mich schon Mitte letzten Jahres! Ein ganz wichtiger Artikel, der durchaus anwendbar ist, auch für „Nicht-RTC-Staffs“ !!

    Antwort
  2. MOB

     /  10/12/2011

    Es wird von Orgs immer nur EIN Grund angenommen warum Leute gehen. OW´s.
    Es gibt andere (Technische). Out-list, Out-Int, ungehandhabter ARC-X, zu schlecht oder zu gut behandelt (—->Probleme der Arbeit). Wenn man verprügelt wird und dann einen ARC Bruch hat, ist es ja wohl eine Frecheit,jemanden zum SEC check zu schicken.
    Es mag dem einen oder anderen nicht gefallen was ich jetzt sage. Es wird Zeit dass jemand sich wehrt und Miscavige eine gehörige Tracht Prügel verpasst. Das ist der einzige weg, diese Dramatisation einzudämmen. Es funktioniert. Als ich 12 war gab es in meiner Klasse einen Typen der mich etwa sechs Monate schikaniert und geärgert hat. (Auf 1.1.) Obendrein war er viel stärker wie ich. Eines Tages hatte ich die NAse gestrichen voll. Ich entschied Ihm eine Lektion zu verpassen. Er war nicht darauf vorbereitet. Trotzdem ich selbst im Verlaufe des Gefechtes noch ein blaues Auge eingefangen hatte, hörten die Schikanen auf. Wir entwickelten sogar so etwas wie ein freundschaftliches Verhaltnis. Das war dann auch die erste und letzte Schlägerei in die ich in meinem Leben verwickelt war.
    Ich kann einfach nicht begreifen warum man sich 25 Jahre lang freiwillig als Prügelknabe
    zur Verfügung stellt, ohne dass man irgendwann den Wunsch hat zurückzuschlagen.

    Antwort
    • RVY hat einen guten Vergleich gebracht im vorherigen Artikel. Er stellte sich die Frage, wieso bleibt eine Frau bei dem Mann, der sie verprügelt.
      Miscavige wird irgendwann die Quittung kriegen

      Antwort
  3. Snowwhite

     /  10/12/2011

    Der COB verprügelt niemanden, (gelöscht Admin ) ! Und Robert Vaughn ist längst tot! Minton ist tot! Aber kein Scientologe hat die, und andere SPs, auch nur angerührt! Ihr setzt falsche Prioritäten! Wisst ihr denn nicht, was Scientology bedeutet, und wie allumfassend Hubbards Philosophie ist, erkennt ihr nicht, dass darin etwas transzendentes, ewiges liegt? Was soll also der Mist mit „guter amerikanischer Bürger“, „Behörden“ „Polizei“…Scientologen tun sowieso nichts illegales, jedenfalls hundert mal weniger als Nichtscientologen. Behörden sollten sich lieber um EUCH kümmern! Illegale Handlungen passen einfach nicht zu einem Scientologen, darauf haben wir absolut keinen Bock! Also hört, auf öffentlich Bockmist zu verbreiten. – Klaus und Rita sind eine verdammte Enttäuschung! Was für ein Unsinn ihr schreibt, ich verstehe es nicht. Seid glücklich außerhalb der Scientology Kirche, aber hört auf Lügen zu erzählen. Ich behaupte nicht, dass alles perfekt läuft, aber jeder tut sein Bestes. Dieses Spiel spielt ihr nicht mehr mit. Ihr meckert nur noch öffentlich rum, krakeelt, und schreit, wie schlecht ihr behandelt wurdet. Ich lach mich gleich kaputt! Es ist nicht schade drum dass ihr ausgestiegen seid, ich jedenfalls vermisse euch nicht. – So ein undisziplinierter Haufen…tststs…

    Antwort
  4. Rita Wagner

     /  05/01/2012

    … denn sie wissen nicht was sie (und andere) tun …

    Antwort
    • Rita,, das was Snowhite hier wieder von sich gab, sind doch nur ein paar hingeschmissene Brocken, um Reaktion zu erhalten.
      Ich würde behaupten , zu echter Kommunikation ist er nicht fähig .
      Zurück in die Org und noch mal Kommkurs machen, SW. !!!

      Und dass er uns nicht vermisst hat, halt ich fürn Gerücht , sonst hätte er den Kommentar nicht geschrieben. lol

      Antwort
  5. Rita Wagner

     /  05/01/2012

    MOB, hast Du Debbie Cooks mail gelesen?
    „…Ich kann einfach nicht begreifen warum man sich 25 Jahre lang freiwillig als Prügelknabe
    zur Verfügung stellt, ohne dass man irgendwann den Wunsch hat zurückzuschlagen.“
    Ich habe lange überlegt ob und was ich Dir dazu zurückschreiben könnte – annegreth schrieb dazu schon etwas Richtiges…
    Ich glaube, Debbies Geschichte zu kennen und jetzt ihren Brief zu lesen – sagt darüber auch einiges aus. Kennst Du das Gefühl so „verblüfft zu sein, dass es Dir die Sprache verschlägt“ oder Du das Gefühl hast … das muß ein Missverständnis sein, anders geht das nicht – ich habe es persönlich er- und durchlebt. Es gibt sehr viele, sehr mutige und große Wesen, die nicht nur das Rückrat sondern auch die Intelligenz und die Technologie haben und nutzen um für und mit uns einen Weg frei zu kämpfen – in die Freiheit!! Jeder Schritt in diese Richtung, den Du selbst tust – zählt 3fach 🙂

    Antwort

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